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Geschichte

Die Pferdesportanlage Griesbach ist geprägt von eine lebendigen Geschichte.

 

Die idyllisch gelegene Pferdesportanlage auf dem Griesbach, ausserhalb der Stadt Schaffhausen auf einer Anhöhe gelegen, ist umgeben von Wald und Wiesen. Generationen von Reitsportlerinnen und Reitsportlern sowie Sport- und Reitfans haben die Landschaft genossen und Turnierluft geschnuppert.
Die Schaffhauser Pferdesporttage bestehen seit den fünfziger Jahren. Damals wurden Springprüfungen für die Kavalleristen durchgeführt und durch den Reitverein Schaffhausen organisiert. Anfang der sechziger Jahre wurden die Tribüne und der Jurywall mit Jurygebäude gebaut und gleichzeitig im Springplatz Gräben und Wälle erstellt. Nationale Springprüfungen bis zur Klasse S mit jeweiliger Qualifikation für die Schweizer Meisterschaft der Elitereiter wurden bis 2013 durchgeführt. Auch bei regionalen Reitern ist der Platz beliebt für Pferdesportanlässe - so finden regelmässig OKV Dressur-, Fahr- und Springturniere statt.

1967
Im Jahr 1967 wurde das Hindernismagazin, das man in Reiterkreisen nur «Silberstute» nennt, gebaut. Ein Baurechts- und Pachtvertrag konnte mit dem Kanton als Landbesitzer für etwa sieben Hektaren Wiesland abgeschlossen werden. Somit sind genügend Platzreserven für die Veranstaltung vorhanden.

 

1971
Bis 1971 wurde die Nationale Griesbachveranstaltung durch den Reitverein Schaffhausen organisiert und durchgeführt, allerdings mit einem besonderen Organisationskomitee, der so genannten «Rennkommission». In diesem Jahr wurde dann die «Genossenschaft Pferdesporttage Schaffhausen» gegründet, durch die Initiative von Paul Zingg, dem langjährigen OK-Präsidenten und Griesbachförderer. Gründungspräsident war Regierungsrat Bernhard Stamm.
Der Zweck der Genossenschaft Pferdesporttage wurde und wird mit «Durchführung der Schaffhauser Pferdesporttage, Unterhalt der Reitsportanlagen auf dem Griesbach und Förderung Reitsportes in der Region Schaffhausen» beschrieben. Die Mitgliedschaft konnte (und kann auch heute noch) erworben werden durch Anteilscheine im Betrag von 100 Franken. Heute steht die Vereinigung aus 350 Genossenschaftern. Da die Genossenschaft seit
30 Jahren jährlich Springprüfungen bis zur schwersten Kategorie (Klasse S II) durchführt, wurden die Anforderungen an einen modernen Springplatz immer höher. Der Platz war nicht eben, der Höhenunterschied in der Diagonalen betrug über vier Meter, und die Zeit der Wiesenplätze in den schweren Kategorien war langsam, aber sicher vorbei.

 

2000
Im Jahre 2000 standen die Verantwortlichen der Genossenschaft vor der Wahl, entweder einen modernen Allwetterspringplatz zu bauen, der auch immer für Trainings benützt werden kann, oder mit schweren nationalen
Springprüfungen aufzuhören. Das hätte nach Meinung von Experten vermutlich das Ende der nationalen Pferdesporttage auf der Reitsportanlage Griesbach in Schaffhausen bedeutet.


2001
Dank sehr grosszügigen Sponsoren (allen voran das Ehepaar Elisabeth und Helmut Föger aus Spanien) konnte im Frühjahr 2001 mit dem Bau des neuen Springplatzes begonnen werden. Bereits im Mai des gleichen Jahres wurde der Platz eingeweiht. Die Begeisterung aller teilnehmenden Reiter (u. a. das gesamte Elitekader) war sehr gross. Alle waren voll des Lobes. Schaffhausen wurde (wie schon einige Male zuvor) von den Elitekaderreitern im Jahr 2001 und 2002 mit grossem Mehr zum beliebtesten Concoursplatz der Schweiz gewählt. Auch die Zuschauer waren vom «Neuen Griesbach» begeistert. Der Bau des Allwetter-Springplatzes war allerdings nur die erste Bauetappe. Bis anhin mussten die Organisatoren der Pferdesporttage den Strom mit eigenen Generatoren erzeugen und das Wasser mit Tankwagen auf die Griesbachanlage hinauffahren. Dank grosszügigem Sponsoring, vor allem durch die Stadt Schaffhausen (Städtische Werke) und weiteren Gönnern, konnte die zweite Bauetappe, Erschliessung des Griesbachs mit Strom und Wasser, in diesem Jahr realisiert werden. Dank der Fertigstellung dieser Infrastrukturmassnahmen konnte die Genossenschaft die Herausforderung, erstmals eine Schweizer Meisterschaft der Elitereiter, Jungen Reiter und Junioren auf dem Griesbach durchzuführen, annehmen.

 

In den Folgejahren fanden auf dem Platz auch internationale Seniorenturniere statt. Als Höhepunkt waren im Jahr 2005 die Junioren und Jungen Reiter zu Gast, um ihre Europameisterschaft auszutragen. Die Flaggen aller europäischen Staaten wehten während drei Tagen auf dem Griesbach und so manche Nationalhymne ertönte – ein wahrer Höhepunkt für die schöne Pferdeportanlage.

  

2010
Die 40. ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft Pferdesporttage Schaffhausen beschliesst, die Genossenschaft zu Gunsten einer neuen Trägerschaft in Form eines Vereins zu liquidieren. Überdies wird die Silbrige Stute an den Kanton Schaffhausen verkauft - die Nutzung durch den neuen Verein Griesbach Schaffhausen wird in einem Nutzungsvertrag geregelt.

 

2011/2012
Der bewährte Platz auf dem Griesbach wurde von den nationalen Spitzenreitern wiederum genutzt, um ihre Meister zu küren. An spannenden Wettkampftagen wurde um Punkte für die beliebte Meisterschaftstrophäe gekämpft. Es durfte hochstehender Sport auf nationalem Spitzenniveau genossen werden. 2011 stand Hansueli Sprunger mit Kepi de Valse auf dem obersten Podestplatz bei den Elitereitern und Martin Fuchs gewann mit Karin II die Konkurrenz bei den Jungen Reitern.

2012 konnte Martin Fuchs mit Principal grad nachdoppeln! Er wurde erneut Schweizer Meister in der Kategorie der Jungen Reiter. Auch der Titel in der Kategorie Elite blieb in der Familie Sprunger - nach ihrem Vater durfte sich 2012 Jannika Sprunger die Meisterschaftsmedaille umhängen lassen, welche sie mit Graciella II gewann.

 

 

Text:

Daniel F. Koch / Schaffhauser Nachrichten

Marlen Weber-Brühlmann / Verein Griesbach Schaffhausen

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